Minarettdiskussion

Zusammenfassung von Dr. Andreas Maurer

Was ist ein Minarett?

Aus „Lexikon des Islam“: Der zu einer Moschee gehörige Turm, von dem aus der Muezzin, der „Rufer zum Gebet“, die Gläubigen zum Gebet auffordert. Aus dem Lexikon von Brill geht hervor, dass der Begriff „Minarett“ alle islamischen Türme umfasst. Sie dienten nicht nur als Rufwarten zum Gebet, sondern auch als Wacht- oder Signaltürme und auch als Siegessäulen.

Bedeutung von Minaretten

Nach Ansicht von Herr A. Hauser (Vorsitzender des Instituts für Islamfragen) ist eine Moschee und ein entsprechend grosses Minarett und der von ihm ausgehende Ruf eine territoriale Inbesitznahme, auch wenn mancherorts der Gebetsruf vom Minarett vorläufig nicht geschehen kann. Von der Kirche unterscheidet sich die Moschee in ihrer erweiterten gesellschaftlichen Nutzung. Anders als bei uns in der Schweiz, wo die Trennung von Religion und Staat schon im Wesen des Evangeliums zu finden ist.

Hisham Maizar, Präsident der Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz, sagt dass Minarette ein Ort des Gebets signalisieren. Minarette seien überdies kein Zeichen der Radikalisierung. Extremisten hätten „ganz andere Ideen“ als Minarette zu bauen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele Muslime zum Teil selbst falsch informiert sind über die Bedeutung der Minarette oder spielen diese teilweise herunter. Die Geschichte zeigt, dass Minarette eine umfassendere Bedeutung haben, als allgemein zugegeben wird. Die Mehrheit der Muslime in der Schweiz sehen allerdings keine Notwendigkeit Minarette zu bauen. Vor allem radikale Muslime sehen in Minaretten eine weiter gehende Bedeutung, so die Inanspruchnahme des Gebiets oder die Aufforderung zu missionarischer Tätigkeit. Von wo aus immer der Turm sichtbar ist, so die Ansicht einiger Muslime, gehört der Boden dem Islam.

Stellungnahme und Ansichten:

  • Im Rahmen der bestehenden Baugesetze soll der Bau von Minaretten erlaubt sein – da sollen auch Schweizer nicht dagegen sein!
  • Die Schweiz toleriert Minderheitsreligionen und deshalb sollen auch Muslime entsprechend behandelt werden.
  • Für den Bau von Moscheen und Minaretten sollen aber die Muslime keine baulichen Sonderrechte erhalten.
  • Schweizer Politiker sollen auf die ungleiche Praxis in islamischen Ländern hinweisen und entsprechende ungerechte Situationen in Frage stellen
  • Mit dem Verbot für den Bau von Minaretten würden „Mauern“ statt „Brücken“ gebaut bezüglich der Begegnung und Dialog mit den Muslimen.
  • Im Rahmen einer wirkungsvollen Integration von Muslimen ist ein Verbot für den Bau von Minaretten nicht förderlich.
  • Beide Parteien sollen ihre Bemühungen auf den Dialog konzentrieren und annehmbare Kompromisse finden.

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